Kein Modetrend - sondern Verantwortung für die Zukunft
Egal ob beim UN-Klimagipfel, im deutschen Bundestag oder auf der „transport logistic China 2010“, überall wird über die Reduzierung von Treibhausgasen und den Schutz der Umwelt diskutiert.
Im Rahmen dieser Diskussion tauchen Begriffe wie Öko-, Klima- oder CO2-Bilanz auf, die Produkte und Dienstleistungen nach ihren Auswirkungen auf die Umwelt bewerten. In den kommenden Jahren ist die Einführung gesetzlicher Normen und Vorschriften zur Erstellung entsprechender Auswertungen für verschiedene Branchen absehbar.
Das VTL-Netzwerk hat seine Verantwortung für den Erhalt der natürlichen Umwelt erkannt: "Grüne Logistik" ist kein kurzfristiger Modetrend, sondern entwickelt sich zu einem festen Bestandteil des Handels aller an der Logistikkette beteiligten Akteure. Als erstes mittelständisches Stückgutsystem hat VTL mit der Erstellung einer CO2-Bilanz und damit die Vorbereitung auf eine voraussichtlich 2012 in Kraft tretende Norm für den Bereich Transport begonnen.
Über die Stationen dieses Projektes sowie bereits bestehende Beispiele bei VTL-Partnern informieren wir Sie in unserem "Tagebuch":
10 VTL-Partner haben sich in Fulda getroffen und bereit erklärt, das Projekt Grüne Logistik
im VTL-Stückgutsystem aktiv zu unterstützen, um den Network Carbon Footprint (NCF)
zu ermitteln. Es soll eine Tabelle mit Werten von Entfernung und Gewicht entstehen, die
CO2-Kalkulationen für einzelne Sendungen ermöglicht. Gleichzeitig sollen Instrumente zur
Ermittlung von individuellen CO2-Emissionen von Kunden entstehen.
Vorteile und Nutzen dieses mehrmonatigen Projektes sehen die Partner in ihrer
Vorreiterrolle Umweltbewusstsein aktiv zu leben, wobei in einem größeren System mehr
Wirkung zu erzielen ist. Zudem fragen und achten bereits zahlreiche Verlader auf die
Handlungsweisen ihrer Transportpartner und so kann die Ermittlung des NCF in Praxis- und
Vertriebsvorteile für VTL definiert werden. Nicht zuletzt ist die CargoFamily gut aufgestellt,
wenn 2012 Normen eingeführt werden.
18.06.2010
Network Carbon Footprint
Als erstes Netzwerk mittelständischer Cargounternehmen ermittelt VTL in Kooperation mit dem Institut für Nachhaltigkeit in Verkehr und Logistik (INVL) den CO2-Ausstoß seines Stückgutsystems und hat dafür den Begriff Network Carbon Footprint, kurz, NCF gewählt.
21.05.2010
220.000 kg CO2 eingespart
Nachhaltige Logistik mit LOXX
Mit der Erweiterung des Logistikzentrums realisierte LOXX zwei bedeutsame Umweltprojekte: eine Photovoltaikanlage auf den Hallendächern und ein Regenwasserrückhaltebeckensystem unter den Verkehrsflächen.
Auf 10.000 m² Dachfläche sammeln 1.764 polykristalline Solarmodule das Sonnenlicht, die gesamte Photovoltaikanlage bringt es auf 361,62 kWp Nennleistung und rund 350.000 kWh jährlichen Energieertrag. Allein durch die saubere Energie aus der Photovoltaikanlage konnte LOXX im Jahr 2009 rund 220.000 kg CO2 einsparen.
Die Lagerhallen sind darüber hinaus bereits seit 10 Jahren mit Oberlichtern und einem automatischen Lichtregelsystem ausgestattet, was zusätzliche Energie- und damit CO2-Einsparungen mit sich bringt.
In einem ausgeklügelten System sammelt LOXX Niederschlagswasser von 27.500 m² seines insgesamt 38.000 m² großen Grundstücks, um es nach der Filtrierung behutsam in den Fluss Emscher einzuleiten. Mit diesem Umweltprojekt unterstützt LOXX die von der Emschergenossenschaft seit den 1990er Jahren vorangetriebene naturnahe Umgestaltung des Emschersystems. 2009 erhielt LOXX für seinen herausragenden Beitrag hierzu das „Wasserzeichen" der Emschergenossenschaft.
Nicht nur dank dieser Umweltprojekte ist LOXX seit Oktober 2008 nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert.
Die Auch GmbH sieht Umweltschutz als Wettbewerbsvorteil
Gerade in einer Branche, die von der Allgemeinheit als Verkehrshindernis und als Umweltsünder wahrgenommen wird, ist es wichtig, aktiv zur Imageverbesserung beizutragen.
Im Bereich Fuhrpark hat die Spedition & Lagerei Auch bereits Anfang 2005 damit begonnen, ihre Flotte auf Euro IV, später auf Euro V, umzurüsten. Die Reduzierung des Schadstoffausstoßes der Fahrzeuge trägt jedoch nur effektiv zum Umweltschutz bei, wenn gleichzeitig der Verbrauch gesenkt wird. Monatlich wird dieser ausgewertet, prämiert und den Kraftfahrern durch Aushänge zugänglich gemacht. Dies hat zu einer Art Sprit-Spar-Wettbewerb geführt und brachte gleich zwei positive Auswirkungen: jeder gesparte Liter Kraftstoff reduziert Kosten und schont die Ressourcen.
VTL-Partner:
Auch GmbH Spedition & Lagerei
Prettiner Str. 12
D-06925 Groß Naundorf
Tel.: +49 35 385 70 700 www.spedition-auch.de
11.03.2010
VTL definiert Grüne Logistik mit INVL
Nachhaltige Logistik für das gesamte Stückgutsystem
VTL, führende Mittelstandskooperation und Anbieter europaweiter Logistikservices, widmet sich gezielt dem Thema nachhaltiger Logistik innerhalb seines gesamten Stückgutsystems. Als erstes Netzwerk mittelständischer Cargounternehmen kooperiert VTL dabei mit dem Institut für Nachhaltigkeit in Verkehr und Logistik (INVL) an der Hochschule Heilbronn.
„Gemeinsam mit dem INVL wollen wir die komplexeren Nachhaltigkeitsherausforderungen an ein vernetztes Transportsystems genau aufbereiten, um daraus ganzheitliche Praxisvorteile für unsere Kunden und Systempartner zu definieren“, erklärt Andreas Jäschke, Geschäftsführer der VTL Vernetzte-Transport-Logistik GmbH. „Die bereits im vergangenen Jahr initiierte Zusammenarbeit mit dem INVL ist für uns ein wichtiger Baustein beim Ausbau unserer nachhaltigen Transport- und Logistiklösungen.“
Die zu erzielenden Vorteile zeigt auch die aktuelle INVL-Studie „Grüne Logistik“, die der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) kürzlich präsentiert hat. „Wir wollen das Thema Grüne Logistik für Systemverkehre aufarbeiten“, bestätigt Prof. Dr. Dirk Lohre, Direktor des INVL, „die Zusammenarbeit mit VTL ist Teil unserer Forschungs- und Beratungsleistung zum Thema ‚Nachhaltigkeit - Verkehr – Logistik‘“.
Derzeit arbeiten VTL und INVL an einem Strategie-Konzept, das mit Hilfe von Referenzdepots operative Lösungen mit weniger direkten und indirekten Emissionen aufzeigt und gleichzeitig konkrete Kompensationsmöglichkeiten vorschlagen soll.
Über das INVL
Das Institut für Nachhaltigkeit in Verkehr und Logistik (INVL) ist ein Institut im Studiengang Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik (VB) an der Hochschule Heilbronn. Das INVL wurde von der Jury des Nationalkomitees der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ für den Auszeichnungszeitraum 2009/2010 ausgewählt. Das INVL ist Initiator des „Runden Tisch für Nachhaltigkeit“, in dessen Rahmen branchenspezifische Probleme besprochen, Erfahrungen ausgetauscht und das Thema für die Branche weiterentwickelt werden sollen. www.invl.de