2017.1 All about Stückgut

Vorwort

Logistiker glauben nicht an Retropien

Liebe Geschäftspartner und Freunde,

glaubt man den Populisten, so war früher alles besser. Je nach politischer Couleur richten einige den Blick zurück in die 70er Jahre, andere in die 50er und manche sogar an den Anfang des industriellen Zeitalters. Diese Aussagen und Lösungsansätze stehen für rückwärtsgewandte Utopien, also Retropien, was ja schon ein Widerspruch an sich ist. Ziel dieser Denkweisen ist das Verharren und die Rückwärtsentwicklung.

Doch Stillstand und Rückwärtsbewegungen haben noch nie zu einer Weiterentwicklung der Gesellschaft geführt, sei es im sozialen oder technischen Bereich. Gerade wir Logistiker spüren den Vorwärtsdrang der technischen und sozialen Entwicklungen immer wieder hautnah: Industrie 4.0, veränderte Warenströme, die wachsende Bedeutung nachhaltiger Supply Chains sind nur einige Beispiele. Zugegeben – Technik und Gesellschaften bewegen sich manchmal zu schnell oder in Richtungen, die dem Einzelnen nicht gefallen, dies weil wir mit der Geschwindigkeit der Entwicklung nicht mithalten und weil wir die weitreichenden Veränderungen auf unseren Alltag nicht absehen können.

Was können wir unternehmen?

Es war der Philosoph und Ökonom Peter F. Drucker, der bereits 2004 Unternehmer aufforderte in die Gesellschaft einzugreifen. Geradezu prophetisch erklärte er „Performing responsible management is the alternative to tyranny and our only protection against it”.

Immer mehr Logistikunternehmen und -unternehmer agieren bereits verantwortungsvoll, wenn sie, wie auch VTL und viele VTL-Partner, den Gedanken der Nachhaltigkeit in ihr logistisches Handeln integrieren. Neben den 3 Säulen der Nachhaltigkeit müssen wir uns aktuell gleichermaßen sowohl dem Schutzder politischen Kultur als auch der freiheitlichen Gesellschaft widmen. Dies verlangt, wie der deutsche Philosoph und Ökonom Karl Homann es nennt, Diskursverantwortung.

Warten wir nicht auf die Politik und nehmen ausschließlich die Position des Betrachters ein. Lassen Sie uns selbst etwas unternehmen. Hierzu sind keine großen Kampagnen erforderlich, sondern der stete Dialog mit Mitarbeitern, Kollegen, Partnern und Kunden. Positionieren Sie sich, nicht nur im Fachgespräch sondern auch bei den aktuellen sozialen und politischen Themen in unseren freiheitlichen Gesellschaften. Lassen Sie uns als Vorbilder handeln und einen zivilisierten Umgang mit politischen Themen vorleben und fördern. So können wir als Unternehmer gegen die Demokratie- und Zukunftsskepsis aktiv werden. Damit es auch in der Zukunft friedlich vorwärtsgeht – zum Wohle aller!

Andreas Jäschke
Geschäftsführer
VTL Vernetzte-Transport-Logistik GmbH

ISO 9001:2015

Spitzenleistung mit höchster Qualität

Worauf ist zu achten? Was ist schwierig und was ist leicht? Hans-Peter Häberle und Christian Zink haben diese Fragen beantwortet.

Herr Häberle, als Gründungsmitglied der VTL Stückgutkooperation ist Qualität für Sie besonders wichtig. Seit 1996 zertifiziert nach ISO 9001:2008, steht Mitte des Jahres in Ihrem Unternehmen die Rezertifizierung nach ISO 9001:2015 an. Für Sie eine einfache Übung oder eine Herausforderung?

Hans-Peter Häberle: Sicher nicht ganz einfach, aber Qualitätsmanagement ist uns in Fleisch und Blut übergegangen und ist bei uns gelebter Alltag. Denn bereits 1994 haben wir uns, ohne jeglichen Druck von außen für ein QM-System entschieden und uns zwei Jahre später erstmalig zertifizieren lassen. In der täglichen Zusammenarbeit mit unseren Kunden müssen wir uns als zuverlässiger Partner erweisen, der einhält was er zusagt. Oder anders ausgedrückt: wir müssen zu 100 Prozent sicherstellen, dass die von uns erbrachte Dienstleistung den vereinbarten Kriterien in jeglicher Form entspricht.

Darüber hinaus ist es unser Ziel unsere Kunden zu begeistern. Wir sehen es als Alleinstellungsmerkmal, zusammen mit dem Kunden im offenen und direkten Dialog immer die beste Lösung umzusetzen. Dabei unterstützt uns die ISO 9001.

Die Aufgabenstellungen der neuen Norm im Bereich des Risk-Managements stellen uns vor allem beim Faktor Mensch – dem wichtigsten aus unserer Sicht – vor eine Herausforderung. Denn es gilt, Mitarbeiter zu eigenem Antrieb zu motivieren.

„Spitzenleistung und höchste Qualität zu liefern“ – das ist ein großes Versprechen.

Hans-Peter Häberle: Ja, das wollen wir unseren Kunden zusagen und unbedingt sicherstellen. Denn wir transportieren sensible Güter. Unsere Gefahrgut- und Thermologistik, hier im Speziellen die Pharma- und Health Care-Produkte verlangen besondere Aufmerksamkeit und höchste Qualität. Deshalb ist es so wichtig neben Direktverkehren auch mit Stück-gutpartnern wie der VTL zu arbeiten. Denn VTL kennt die Anforderungen und weiß was es bedeutet, in dieser wettbewerbsstarken Branche täglich Qualität zu liefern.

In einem Stückgut-Netzwerk für die Qualität verantwortlich zu sein, ist sicher keine leichte Aufgabe, Herr Zink. Wo liegen die Herausforderungen für Sie? Hilft Ihnen die neue Norm?

Christian Zink: Die Norm hilft uns bei der Überprüfung unserer Ziele und sie ist Bestätigung. Denn bereits vor der Umstellung auf die ISO 9001:2015 hatten wir mit unserem „House of Quality“ ein einheitliches Qualitäts- und Risikomanagementsystem geschaffen, welches der Revision bereits gut entspricht. Wir waren also bestens vorbereitet und unsere derzeit 130 Partner leben sie tagtäglich.

Wie stellen Sie die hohen Qualitätsansprüche im operativen Alltag sicher?

Christian Zink: Zweimal im Monat ermittelt VTL die Leistungsfähigkeit jedes Systempartners, wie etwa die Entwicklung seiner Sendungsmengen, Service- und Informationsqualität sowie die Zustellperformance. Diese und viele andere Daten fließen dann in das eigens entwickelte VTL-Frühwarnsystem.

Weitere Programme, wie z.B. der Einsatz einer VTL-Task-Force, Audits, gezielte Coachings und das Stärken ausgewählter Standorte tragen wesentlich zur Steigerung der Qualität bei. Ein Teil dieser Einsätze wird bei unseren Partnern vor Ort durchgeführt, sodass die Zusammenarbeit gefördert und die Praxisnähe den Erfolg der Maßnahmen nachhaltig gewährleistet.

Wo liegen die häufigsten Probleme bzw. die größten Herausforderungen?

Christian Zink: Menschliche Komponenten spielen aus meiner Sicht eine wesentliche Rolle. Bei 130 mittelständischen Partnern mit unterschiedlichen Charakteren und eigenen Interessen einheitliche Prozesse durchzusetzen ist eine tägliche Herausforderung.

Aber auch die Rekrutierung und Ausbildung von qualifiziertem, gewerblichem Personal für die anspruchsvolle Umschlagstätigkeit ist schwierig. Denn die sehr unterschiedliche  Güterstruktur – von zum Beispiel sperrigen Motorrädern und Maschinen, über gut gepackte Europaletten mit sensiblen Pharmaerzeugnissen, bis hin zu lose verladenen Flachbildschirmen – erfordert umsichtiges Handeln und Denken von jedem Mitarbeiter. Darüber hinaus setzt unsere kundengerechte Produktpalette ein hohes Maß an Fachwissen und Prozessdenken voraus.

Bild: Hans-Peter Häberle, Geschäftsführer, Ludwig Häberle Logistik GmbH

Bild: Christian Zink, Leitung Qualitätsmanagement, VTL Vernetzte-Transport-Logistik GmbH

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Partner

CFL und VTL – Qualitätssicherung für zufriedenen Kunden

CFL logistics, früher unter dem Namen Lentz multimodal bekannt, ist eine Tochtergesellschaft von CFL multimodal und Partner im VTL Stückgutnetzwerk. Herr Rau, als stellvertretender Direktor bei CFL logistics betreuen Sie unter anderem einen großen CFL-Kunden, einen namhaften Hersteller von Bodenbelägen.

Welche Aufgaben löst und erledigt CFL für diesen Kunden?

Michael Rau: Nachdem wir zunächst für den Stückgutversand nach Deutschland verantwortlich waren, haben wir im Laufe von fünf Jahren Zusammenarbeit weitere Relationen wie Belgien, Niederlande und teilweise auch Frankreich hinzugewonnen. Darüber hinaus führen wir Shuttle-Verkehre zwischen diversen Produktionsstandorten des Herstellers durch und wickeln neben den Stückguttransporten auch Teil- und Komplettladungen ab.

Seit Anfang 2017 haben wir für diesen Kunden in Luxemburg die komplette Logistik übernommen. Diese umfasst die Abwicklung von Importcontainern, den Transport vom Seehafen zu unserem Zentrallager, die Einlagerung und Bestandsführung, sowie die Kommissionierung und Versandvorbereitung.

Welche Rolle spielt dabei das neue Zentrallager?

Michael Rau: Unser neues Zentrallager in Dudelange spielt im wahrsten Sinne des Wortes eine „zentrale Rolle“ in der Entwicklung unserer Logistikaktivitäten. Neben der Zusammenführung verschiedener Standorte und den damit verbunden Synergieeffekten, profitieren wir nun auch von einer hochmodernen Infrastruktur, um den Anforderungen und Bedürfnissen unserer Kunden und Netzwerk-Partner, wie der VTL-Kooperation, gerecht zu werden. Dabei steht die Qualität immer im Vordergrund.

Qualität zu sichern ist nicht immer ganz einfach. In diesem Punkt haben Sie im Zusammenhang mit Ihrem Kunden und VTL einige Erfahrungen gesammelt.

Michael Rau: Ja, das hat sich dankenswerterweise positiv entwickelt. Die Abwicklung und der Versand waren am Anfang nicht ganz unproblematisch. 2015 hatten wir mit hohen Schadensquoten innerhalb des VTL-Netzwerkes zu kämpfen, was die Zusammenarbeit stark in Frage gestellt hat.

Die VTL-Systemzentrale in Fulda hat sich diesem Problem aber vorbildlich gestellt: Nach zahlreichen Meetings und Telefonaten mit unserem Kunden wurde zunächst eine umfangreiche Ursachenanalyse erstellt. Diese umfasste unter anderem auch HUB-Besichtigungen in Fulda und in Gelsenkirchen. Christian Zink, der VTL-Qualitätsleiter und ich wollten unserem Kunden den Nachtumschlag mit der hohen Geschwindigkeit zeigen und ihn sensibilisieren. Bei der gemeinsamen Besichtigung wurde schnell deutlich wie und warum die palettierte, empfindliche Ware Schaden nimmt. Und daraus resultierten dann Verbesserungsvorschläge und Korrekturmaßnahmen – sowohl bei CFL logistics, als auch im VTL-Netzwerk und beim Kunden. Die Verbesserungen bei Ladungssicherung, mehr Sensibilität bei Umschlag und Transport brachten den gewünschten Erfolg. Die Situation hat sich nach kurzer Zeit stabilisiert und konnte auf ein normales Niveau gehoben werden.

Was hat Ihren Kunden letztlich überzeugt, die Zusammenarbeit fortzusetzen?

Michael Rau: Sehr positiv hat er die Offenheit VTL‘s aufgenommen. Sowohl in der Systemzentrale, als auch in den Regional-HUBs wurden die Probleme sehr offen diskutiert. So konnten wir gemeinsam schnelle und pragmatische Lösungen finden und umsetzen. Und auch die Tatsache, dass unser Kunde auf VTL-Mitarbeiter traf, die sich bestens mit seinem Produkt auskannten und bereits beim Besuch Verbesserungsvorschläge machten, überzeugten ihn, dass VTL und CFL logistics die richtigen Partner sind.

Bild: Michael Rau, Directeur Adjoint, CFL Logistics S.A.

Zentrales Mehrzwecklager auf dem Eurohub-Süd

Das neue Mehrzwecklager von CFL multimodal, in dem das Unternehmen seine Logistikaktivitäten zentralisiert, hat Ende 2016 seine Tore geöffnet. Es befindet sich auf dem Gelände des Logistikparks des Eurohub-Süd in Düdelingen (L), in direkter Anbindung zum internationalen Autobahnnetz, dem intermodalen Terminal, der Plattform der Autobahn auf Schienen und des Rangierbahnhofes. Die neue Anlage erstreckt sich über eine Grundfläche von 30.000 m² (100 m x 300 m), bei einer Giebelhöhe von 20 m, und verfügt über 64 Laderampen.

Ausbildung

VTL für Azubis. Beruflicher Erfolg in einer Wachstumsbranche

Frau Wassermann, Sie sind in der VTL-Zentrale in Fulda verantwortlich für die Azubis. Welche Ausbildungsberufe bietet VTL an?

Kristina Wassermann: Aktuell befinden sich vier junge Frauen und ein junger Mann in der Ausbildung zum Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung. Und ein weiterer junger Mann wird derzeit zum Fachinformatiker für Systemintegration ausgebildet.

Was ist Ihre Einschätzung, was macht VTL attraktiv für Auszubildende?

Kristina Wassermann: Zum einen spielt sicher die Branche eine Rolle – auch wenn Logistik noch immer unter einem weniger guten Image leidet. Aber die zunehmend bedeutende Rolle in der Wirtschaft, die spannenden Aufgaben und die vielen beruflichen Möglichkeiten ziehen Schüler an und wecken das Interesse. Der jährliche „Tag der Logistik“ ist eine gute Möglichkeit, um mehr über diesen Wirtschaftszweig und unsere Ausbildungsmöglichkeiten zu erfahren. Zum anderen engagieren wir uns sehr für eine abwechslungsreiche Ausbildung. Die fokussiert sich nicht rein auf die beruflichen Fakten, sondern auch sehr stark auf die persönliche Entwicklung.

Könnten Sie das erläutern oder ein Beispiel nennen?

Kristina Wassermann: Das Highlight für viele unserer Auszubildenden ist der Azubi-Tausch. Unser europäisches Stückgut-Netzwerk mit vielen Partnerunternehmen ermöglicht ein Auslandspraktikum für Azubis ab dem zweiten Lehrjahr. Das ist spannend und eine persönliche Bereicherung. Land und Leute kennenlernen, die Sprache und die eigene Selbstständigkeit zu fördern, ist für viele eine Herausforderung.

Wir möchten, dass unsere Azubis Verantwortung übernehmen und selbstständig arbeiten. Deshalb beziehen wir sie in Projekte ein. Beispielsweise in die Organisation der Azubi-Messe hier in Fulda. Dort dürfen sie an der Gestaltung mitwirken und Fragen von interessierten Schülern beantworten. Auch beim Tag der offenen Tür motivieren wir zur Unterstützung, beispielsweise mit einer Präsentation über ihren Ausbildungsbetrieb.

Gibt es Weiterentwicklungsmöglichkeiten nach der Ausbildung?

Kristina Wassermann: Wir beschäftigen zurzeit eine Duale Studentin zum Bachelor of Arts. Sie hat nach ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung einige Monate Berufserfahrung bei VTL gesammelt und anschließend ihr Studium im Studiengang Logistikmanagement an der Hochschule Fulda begonnen. Insbesondere der Wechsel zwischen Theorie- und Praxisphasen, die Unterstützung im Tagesgeschäft und bei Projektarbeiten bereitet sehr praxisnah auf das Arbeitsleben vor. Es besteht aber auch die Möglichkeit, berufsbegleitend ein Studium zu absolvieren. VTL bietet hier verschiedene Arbeitszeitmodelle an, um dies zu unterstützen.

Bild: Kristina Wassermann, Assistentin der Geschäftsleitung und Ausbildungsleitung, VTL Vernetzte-Transport-Logistik GmbH

VTL-Zentrale

Umschlag ohne Stillstand – Task-Force macht den Weg frei

Über 60 Mitarbeiter kümmern sich jede Nacht um die Abfertigung der rund 130 LKW, die im Zentral-HUB in Fulda eintreffen. In der Rush Hour von 22 bis 2 Uhr werden die größten Mengen umgeschlagen. Pro Nacht handelt es sich hierbei insgesamt um rund 7.500 Packstücke. Im gesamten VTL-System, zusammen mit HUB Nord und West, sind es täglich circa 6.000 Sendungen mit durchschnittlich 2.400 Tonnen Gewicht.

Das muss natürlich koordiniert, kontrolliert und immer wieder optimiert werden. Der Leiter des Hauptumschlagbetriebes (HUB), Mirsad Omeragic und sein Stellvertreter Angelo Ravalli arbeiten dabei eng mit David Vey zusammen. Als HUB-Controller koordiniert er die Abläufe der Stapler-, Doppelhub und Ameisenfahrer und überwacht die Be- und Entladung der LKW. Zum Team zählt auch Thomas Straka, EU-Sicherheitsberater, der den HUB-Controller unterstützt und ADR-Kontrollen durchführt.

Gemeinsam hat das Team, inklusive Stapler-/Doppelhub-/Ameisenfahrer, einige operative Anpassungen vorgenommen, die schon nach wenigen Wochen positive Änderungen gebracht haben: So wurden fünf Meter breite Entladezonen zwischen Tor und Fahrtweg eingerichtet. Und für die „Verteiler“ gibt es nun definierte Fahrtwege, die den fließenden Ablauf ohne Stau ermöglichen. Das neue Einbahnstraßensystem lässt bereits eine Schadensreduzierung erkennen und gestaltet den Umschlag effektiver. Auch die Beschädigungen der Flurförderzeuge sind stark zurückgegangen.

Die Weiterverladungsquote beim Sendungsausgang konnte ebenfalls verbessert werden – unter anderem ein Erfolg der „Wegfahrer-Task-Force“. Diese Hallenmitarbeiter in den grünen Sicherheitswesten machen den Weg frei. Sie erkennen und beheben Engpässe und verteilen Waren. Bei Bedarf sind auch die Doppelhub-Fahrer für die Verteilung zuständig. Ihre Aufgabe geht somit über das reine Be- und Entladen der LKWs hinaus.

Insgesamt haben die Veränderungen, die Ende 2016 eingeführt wurden, neben der verbesserten Zusammenarbeit im Team auch die operativen Zahlen positiv beeinflusst.

Schulterschluss

VTL und ILN – all about Stückgut

Stabilität, Netzsicherheit und Transparenz sind entscheidende Faktoren im Stückgutsegment. Die Transportdienstleistungen müssen jederzeit lückenlos und zuverlässig erbracht werden.

Interview mit Andreas Jäschke und Hubert Staroske.

Zwei renommierte Stückgutkooperationen präsentieren sich gemeinsam auf der größten internationalen Logistikfachmesse. Was steckt dahinter?

Andreas Jäschke: Gemeinsame Ziele, ein langjährig gewachsenes Vertrauen und viel Know how. „All about Stückgut“ ist deshalb unser Messemotto. Gemeinsam verfügen wir über jahrzehntelange Erfahrung im Stückgutsegment. Wir beobachten die Veränderungen – Konsolidierungen, aber auch Neugründungen von Kooperationen. In diesem volatilen Stückgutmarkt wollen wir eine verlässliche Größe sein und gemeinsam für lückenlose Transportdienstleistungen sorgen.

Hubert Staroske: Gerade bei Depotveränderungen im Netzwerk müssen wir das gewährleisten, müssen die Stabilität und Netzsicherheit aufrechterhalten. Nicht nur für Verlader, auch für unsere Netzwerkpartner – derzeit sind es insgesamt 349 – wollen wir Stabilität schaffen. Um das zu erreichen, haben wir Anfang dieses Jahres am Standort Mannheim sogar ein gemeinsames Unternehmen gegründet.

Sie sprechen von MAVIS?

Andreas Jäschke: Ja, diese wirtschaftlich starke und interessante Metropolregion war bisher in beiden Netzwerken unterrepräsentiert. Aufgrund von Veränderungen in der Depotlandschaft haben wir uns entschlossen, ein gemeinsames Speditionsunternehmen, die Firma MAVIS zu gründen.

Hubert Staroske: MAVIS ist nicht nur ein neuer Standort für unsere Netzwerke, wir werden unsere Services auch Dritten anbieten und ja, es ist auch so eine Art von Test im Hinblick auf weitere Entwicklungen im Markt, auf die wir in der Zukunft gemeinsam reagieren möchten.

Gibt es weitere Gründe oder Marktveränderungen, die Sie dazu veranlasst haben, so eng zusammen zu arbeiten?

Hubert Staroske: Sicher ist eines – neue Impulse entstehen eben nur durch eine engere Zusammenarbeit: Die Hub & Spoke-Organisation VTL‘s unterscheidet sich schon deutlich von der dezentralen Transshipment-Point (TSP) Direktverkehrsphilosophie der ILN. Beides hat seine Vorzüge, die wir durch interne Offenlegung von Erfolgsfaktoren bestmöglich nutzen können.

Können Sie schon erste Erfahrungen aus der Zusammenarbeit im operativen Alltag berichten?

Andreas Jäschke: Das klappt schon ganz gut. Erste Erfahrungen im Operativen sind die Integration von Partnern in das andere Netz. Neben der Anbindung einiger VTL-Depots in
das ILN-Netzwerk, konnte auch bereits ein VTL-Partner als Dienstleister für ein neues TSP integriert werden, was die Verflechtung der beiden Netze weiter forciert. Umgekehrt sieht es ähnlich aus. ILN-Depots fungieren an einigen Standorten nun auch als VTL-Depots.

Andreas Jäschke, Geschäftsführer VTL und Hubert Staroske, Geschäftsführer ILN

Bild (v.l.n.r.): Andreas Jäschke, Geschäftsführer VTL und Hubert Staroske, Geschäftsführer ILN

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum

HERAUSGEBER:

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HERZIG Marketing Kommunikation GmbH
Kristina Wassermann, VTL Vernetzte-Transport-Logistik GmbH

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Werbeagentur Rembrandt Hennig
Kristina Wassermann, VTL Vernetzte-Transport-Logistik GmbH

 

PDF-Download: Newstrailer 2017.1 All about Stückgut (deutsch)