So geht Stückgut

VTL ist eine führende Stückgutkooperation, die mit über 130 mittelständischen Logistik- und Transportunternehmen in 35 europäischen Ländern zusammenarbeitet. Die Partner bilden ein engmaschiges Transport-Netzwerk, um Sendungen schnell und kostengünstig von A nach B zu transportieren.

Was ist eigentlich Stückgut

Von Stückgut spricht man, wenn sich ein Transportgut einzeln am Stück transportieren lässt. Hierzu zählen beispielsweise Paletten, Kisten, Maschinen- und Anlagenteile, Kabel-, Papier- oder Blechrollen oder auch Fässer.
Das typische Stückgut definiert sich über ein Sendungsgewicht von circa 35 kg bis 3 Tonnen. Alle leichteren Versandeinheiten zählen zum klassischen Paketversand. Bei VTL kommt die Ware in der Regel palettiert im Hauptumschlagbetrieb (HUB) an. In Einzelfällen werden aber auch unpalettierte Waren, also lose Packstücke, weiterverladen.

Wie funktioniert ein Hub-and-Spoke-System?

Die Stückgutkooperation VTL arbeitet in einem HUB-and-Spoke-System (englisch für Nabe-Speiche-System), einer Netzwerkstruktur mit einem zentralen und zwei regionalen HUBs. Die Partner aus ganz Europa sammeln die Sendungen ihrer Kunden aus dem Nahverkehr in ihrem Depot. Anschließend speisen Sie die Stückgutsendungen in das VTL Netzwerk ein, indem sie diese zu den Umschlagplätzen in Fulda, Hannover, Gelsenkirchen und Mannheim transportieren.

Die meisten Mengen werden im Zentral-Hub in Fulda umgeschlagen. Dort werden die LKW, pro Nacht circa 130, mit Flurförderzeugen von VTL Mitarbeitern entladen. Die eingegangenen Sendungen werden anschließend entsprechend ihres Bestimmungsortes nach Postleitzahlen (Relationen) sortiert und wieder auf die LKW verladen. Dieses Vorgehen bezeichnet man als Warenumschlag.

Video: So funktioniert der Warenumschlag

Video: So funktioniert der Warenumschlag

 

 

 

 

 

Die Sendungen treten dann die Weiterreise zum Empfangs-Depot an und werden vom entsprechenden VTL-Partner an den Endempfänger ausgeliefert.

Bild: Innenansicht der ca. 9.200 qm großen Umschlaghalle für das Stückgut

Bild: Systemzentrale Fulda mit der ca. 9.200 qm großen Umschlaghalle

Bild: Außenansicht des Zentral-HUB für Stückgut

Bild: Das Zentral-HUB mit 115 Toren für die LKW Be- und Entladung

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch die Kooperation der mehr als 130 VTL-Partner wird der Transport von täglich rund 6.000 Sendungen deutlich effizienter. Denn nicht jeder Partner fährt seine Sendungen an jeden Ort in Europa. Die Bündelung ermöglicht so eine bessere Auslastung der Fahrzeuge und auch kleinere Speditionen können ihren Kunden einen zuverlässigen und günstigen Service für europaweite Stückguttransporte anbieten.

Aufgaben der VTL Systemzentrale

Die Systemzentrale mit dem Hauptumschlagbetrieb (HUB) befindet sich im Industriepark Fulda West. Rund 120 VTL Mitarbeiter sind in verschiedenen Schichten in der Halle und im Büro tätig. Die meisten Mitarbeiter arbeiten in der Nachtschicht und sind für die Be- und Entladung der LKW sowie für die Verteilung der Waren zuständig.

In der Verwaltung organisieren und koordinieren die Mitarbeiter in den Abteilungen Depot-Support (Service/Disposition/Palettenmanagement) und HUB-Koordination die gesamten Abläufe, um den reibungslosen Umschlag zu sichern. VTL Kunden werden von der Abteilung Key Account Management betreut. Das Qualitätsmanagement kümmert sich um die Einhaltung von Qualitätsstandards. Die Finanzbuchhaltung übernimmt die ordnungsgemäße Abrechnung mit den VTL-Partnern. Funktionstüchtige Systeme für Kommunikation und den digitalen Datenaustausch stellt die IT-Abteilung sicher.

Bild: VTL-Mitarbeiter der Tageschicht in der Stückgut-Kooperation

Bild: VTL-Mitarbeiter der Tageschicht

Beispiel: Sendungsreise

Unser Partner in München erhält den Auftrag eine Palette Gummibärchen von München nach Hamburg zu transportieren.
Die entsprechenden Auftragsdaten werden in der Netzwerksoftware myVTL erfasst. So kann der Sendungsstatus jederzeit nachverfolgt werden.

 

 

 

 

 

Der VTL-Partner holt die Ware beim Kunden im Umkreis von München ab und bringt diese in sein Depot zur Weiterverladung auf einen Fernverkehr-LKW.

 

 

 

 

 

Der VTL-Partner bringt die Gummibärchen, zusammen mit weiteren im Umkreis eingesammelten Sendungen, in das Zentralhub nach Fulda.

 

 

 

 

 

Nachdem der Fahrer sich bei VTL angemeldet hat und alle Papiere geprüft wurden, wird ihm eines von 115 Toren des Zentralhubs zugewiesen.

 

 

 

 

 

Für den Warenumschlag entladen die VTL Mitarbeiter die ankommenden LKW mit Hilfe von Flurförderzeugen und sortieren die Sendungen nach PLZ-Gebieten. Danach werden die LKW neu beladen. Parallel sorgen die Mitarbeiter aus dem Büro für einen reibungslos funktionierenden organisatorischen Ablauf.

 

 

 

 

 

Video: So funktioniert der WarenumschlagPro Arbeitstag werden auf diese Art und Weise ca. 140 LKW abgefertigt. Im VTL System werden täglich ca. 6.000 Sendungen umgeschlagen.

 

 

 

 

Nachdem der LKW neu beladen wurde, bringt der Fahrer des Empfangsdepots die Palette Gummibärchen, zusammen mit anderen Sendungen für diesen Bestimmungsort, zum VTL-Partner nach Hamburg.

 

 

 

 

 

Im Depot des VTL-Partners werden die verschiedenen Sendungen erneut umsortiert und auf Fahrzeuge für den Nahverkehr verladen.

 

 

 

 

 

Die Gummibärchen werden nun termingerecht beim Kunden in Hamburg ausgeliefert.